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Aufbau einer deutschen Rohstoffallianz

Rohstoff HolzUmwelttechnik - Die Beschaffung von Rohstoffen ist und bleibt vorrangig Aufgabe der Unternehmen. Das gilt auch in Zeiten knapper und teurer werdender Rohstoffe. Mit der Allianz zur Rohstoffsicherung startet die deutsche Industrie eine Initiative, die zeigt, dass die Unternehmen diese Herausforderung annehmen.
»Wir arbeiten gemeinsam am Aufbau eines schlagkräftigen Unternehmens, das die Rohstoffsicherheit Deutschlands nachhaltig verbessern soll«, sagte BDI-Vizepräsident Ulrich Grillo am Rande des ersten Treffens der Unterstützerunternehmen, die die Gründungsphase von Beginn an eng begleiten. Ziel der Rohstoffallianz ist der gemeinsame Aufbau von Beteiligungen bei Rohstoffprojekten im Ausland, um die Versorgungssicherheit der deutschen Industrie bei »kritischen« Rohstoffen zu erhöhen.
Quelle: Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. (BDI)

»Die Rohstoffallianz wird Rohstoffprojekte in einer frühen Projektphase aufgreifen und Explorationen durchführen, also Vorkommen erkunden und bewerten, um so Bezugs- und Beteiligungsoptionen für deutsche Unternehmen zu schaffen«, erklärte Grillo. In spezifischen Fällen soll die Rohstoffallianz auch bei der Gewinnung und Aufbereitung von Rohstoffen tätig werden.

Das Konzept der Rohstoffallianz wurde in einem BDI-Projekt unter Leitung von Grillo entwickelt. Die Gründungsphase der Allianz zur Rohstoffsicherung finanzieren zunächst zwölf deutsche Unternehmen: Aurubis, BASF, Bayer, BMW, Bosch, Chemetall, Daimler, Evonik Industries, Georgsmarienhütte Holding, Stahl-Holding-Saar, ThyssenKrupp und Wacker Chemie. Die Rohstoffallianz steht weiteren Unternehmen offen.

Der BDI beteiligt sich nicht unmittelbar an der Finanzierung und der operativen Arbeit, wird den Dialog zu der geforderten politischen Flankierung aber aktiv vorantreiben. Geschäftsführer der Rohstoffallianz ist Dierk Paskert, der seine Tätigkeit mit Beginn der Gründungsphase im Januar 2012 aufgenommen hat.
Dierk Paskert verfügt über eine breite Manager-Erfahrung insbesondere beim Aufbau neuer Geschäftsstrukturen und der strategischen Ausrichtung namhafter Unternehmen in einem internationalen Geschäftsumfeld, was Schlüsselqualifikationen beim Aufbau der »Allianz zur Rohstoffsicherung« sein werden. Die strategisch vergleichbar bedeutende Absicherung des Energiesektors über den internationalen Gasmarkt war ein Schwerpunkt seiner bisherigen Tätigkeit. Vorrangige Aufgaben der Gründungsphase der Rohstoffallianz sind die weitere Ausgestaltung des Geschäftskonzepts, die Klärung organisatorischer und rechtlicher Fragen zu dem Konzept sowie der Aufbau der Unternehmensstrukturen. Parallel soll in Kürze mit der operativen Arbeit begonnen werden.

Ansprechpartner: Wilko Specht,  w.specht@bdi.eu

Quelle: Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. (BDI)